Warum ich Marke und Website nicht getrennt denke

Eine Marke endet nicht beim Logo. Ihre Idee sollte sich bis in das digitale Erlebnis fortsetzen.

MacBook Pro

Eine Marke ist mehr als ihre Oberfläche


Wenn von Branding gesprochen wird, geht es schnell um Logo, Farben, Typografie und Bildsprache.

All diese Dinge sind wichtig. Aber für mich beschreiben sie nur einen Teil dessen, was eine Marke ausmacht.

Eine Marke vermittelt eine Idee davon, wer ein Unternehmen ist.

Wie es spricht.

Wie es sich verhält.

Was ihm wichtig ist.

Und wie es von anderen erlebt werden möchte.

Genau deshalb lässt sich für mich nur schwer ein Punkt definieren, an dem Branding aufhört und die Website beginnt.

Die Website ist Teil der Marke


Für viele Menschen ist eine Website heute einer der ersten intensiveren Berührungspunkte mit einem Unternehmen.

Hier wird aus einer visuellen Identität ein Erlebnis.

Plötzlich geht es nicht mehr nur darum, welche Typografie verwendet wird oder wie eine Farbe eingesetzt wird.

Es geht darum, welche Informationen zuerst erscheinen.

Wie sich eine Navigation anfühlt.

Wie direkt oder ausführlich Texte formuliert sind.

Wie Bilder eingesetzt werden.

Wie Bewegung funktioniert.

Und wie einfach ein Mensch das findet, wonach er sucht.

All diese Entscheidungen prägen die Wahrnehmung einer Marke genauso wie ihr Logo.

Gestaltung und Funktion erzählen dieselbe Geschichte


Wenn sich eine Marke als klar und reduziert versteht, ihre Website aber kompliziert und überladen ist, entsteht ein Widerspruch.

Wenn ein Unternehmen Nähe und Einfachheit verspricht, die digitale Erfahrung aber distanziert und umständlich wirkt, passiert dasselbe.

Eine Markenidee muss deshalb nicht nur sichtbar sein.

Sie muss sich im digitalen Produkt verhalten können.

Das ist für mich der Punkt, an dem Branding und UX/UI unmittelbar zusammenkommen.

Die Marke gibt eine Richtung vor. Die User Experience übersetzt diese Richtung in Struktur und Verhalten. Das Interface macht sie sichtbar und die Entwicklung sorgt dafür, dass sie tatsächlich funktioniert.

Keine Übergabe zwischen Disziplinen


Deshalb arbeite ich ungern nach dem Prinzip:

Erst Branding.

Dann Webdesign.

Dann Entwicklung.

Natürlich sind das unterschiedliche Disziplinen und jede davon hat ihre eigenen Anforderungen. Aber ich sehe sie nicht als voneinander abgeschlossene Phasen.

Eine Entscheidung im Branding kann Auswirkungen auf das Interface haben.

Eine Erkenntnis aus der UX kann zeigen, dass ein Teil der Markenkommunikation geschärft werden muss.

Und während der Entwicklung können Möglichkeiten entstehen, die vorher gestalterisch noch gar nicht vorgesehen waren.

Für mich liegt gerade in diesem Austausch ein großer Teil der Qualität.

Eine Idee, die sich durchzieht


Am Ende sollte ein Besucher nicht wahrnehmen, wo Branding aufhört, wo UX beginnt und welche Teile technisch entwickelt wurden.

Er sollte einen Auftritt erleben, der sich selbstverständlich zusammengehörig anfühlt.

Das bedeutet nicht, dass alles gleich aussehen muss.

Es bedeutet, dass die Entscheidungen auf derselben grundlegenden Idee basieren.

Genau deshalb denke ich Marke, UX/UI und Entwicklung nicht als einzelne Leistungen, die am Ende zusammengesetzt werden.

Ich denke sie als unterschiedliche Teile derselben Aufgabe:


Aus einer guten Idee einen Auftritt zu entwickeln, der sie konsequent bis zur Umsetzung trägt.

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